Test-Lexikon

Hier finden Sie eine kleine Zusammenstellung gebräuchlicher Begriffe und Hinweise rund um die Testpsychologie – Alle Angaben ohne Gewähr!

BegriffDefinitionQuelleHinweiseLinks
Adaptives TestenDas adaptive Testen kommt besonders bei computerbasierten psychologischen Tests zum Einsatz. Während der Testung werden dem Probanden dabei nicht alle Fragen oder Aufgaben gestellt sondern nur diejenigen die seinem Niveau entsprechen.WikipediaDadurch ist man in der Lage in kürzerer Zeit ausreichend Informationen zu sammeln um den Probanden bezüglich des interessierenden Merkmals zu verorten. Dies steigert die Testökonomie.http://de.wikipedia.org/wiki/Adaptives_Testen
Anforderungsbezogene TestsIm Gegensatz zu nicht anforderungsbezogenen Tests, wie Persönlichkeitstests, Motivtests, Gehirnstrukturtests
u.ä., werden anforderungsbezogene Tests bei anforderungsrelevanten Themen wie dem Recruiting oder der Personalentwicklung eingesetzt.
KOMPETENZEN.liAnforderungsbezogene Tests weisen daher eine vergleichsweise hohe prognostische Validität auf.Beispiel eines anforderungsbezogenen Tests
Cohens Kappa ReliabilitätCohens Kappa ist ein statistisches Maß für die Interrater-Reliabilität von Einschätzungen von (in der Regel) zwei Beurteilern (Ratern) das Jacob Cohen 1960 vorschlug. Dieses Maß kann aber auch für die Intrarater-Reliabiliät verwendet werden bei dem derselbe Beobachter zu zwei verschiedenen Zeitpunkten die gleiche Messmethode anwendet.WikipediaWeitere Detailinfomationen gemäss nachstehendem Link:http://de.wikipedia.org/wiki/Cohens_Kappa
Cronbachs AlphaCronbachs Alpha (nach Lee Cronbach) ist eine Maßzahl für die interne Konsistenz einer Skala und bezeichnet das Ausmaß in dem die Aufgaben bzw. Fragen einer Skala miteinander in Beziehung stehen (interrelatedness). Es ist hingegen kein Maß für die Homogenität oder Eindimensionalität einer Skala.WikipediaCronbachs Alpha wird vor allem in den Sozialwissenschaften bzw. in der Psychologie verwendet - insbesondere bei der Testkonstruktion und -evaluation. Es wird angewendet um die interne Konsistenz eines psychometrischen Instruments zu schätzen.http://de.wikipedia.org/wiki/Cronbachs_Alpha
DIN 33430Die DIN 33430 ist die praxisorientierte Prozessnorm die Qualitätskriterien für die Auswahl Planung Durchführung und Auswertung von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen formuliert. Sie stellt eine Empfehlung dar durch die alle Eignungsbeurteilungs-Anlässe eines Unternehmens qualitätsgesichert transparent und vergleichbar gestaltet werden können.Deutsche Psychologen Akademie DPAWeitere Informationen finden Sie auf der Seite des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen.http://www.din33430portal.de/
FallstudieEine Fallstudie kann Teil eines Personalauswahlverfahrens sein z.B. im Assessment-Center. Dabei werden dem Bewerber ein oder mehrere fach- und berufsbezogene Fälle vorgelegt die er innerhalb einer knapp bemessenen Zeitspanne lösen soll.WikipediaMit dieser Methode sollen die Stressresistenz Problemlösungskompetenz und die fachlichen Qualifikationen des Bewerbers in der praktischen Anwendung überprüft werden.http://de.wikipedia.org/wiki/Fallstudie
GütekriterienJede wissenschaftliche Messmethode muss bestimmten Gütekriterien (im Sinne von Qualitätskriterien) genügen. Objektivität und Zuverlässigkeit sind Forderungen für nahezu alle Messungen. Im engeren Sinne sind diese Kriterien für psychologische Tests verfeinert worden  sie sind Spezifikationen allgemeingültiger Gütekriterien für wissenschaftliche Erkenntnismethoden.WikipediaAls Hauptgütekriterien werden unterschieden: Objektivität (bzw. Unabhängigkeit) Reliabilität (bzw. Zuverlässigkeit) Validität (bzw. Gültigkeit)http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCtekriterien_psychodiagnostischer_Verfahren
IntelligenztestEin Intelligenztest ist ein Instrument der psychologischen Diagnostik zur Messung der Intelligenz einer Person. Dabei geht man davon aus dass Leistungsunterschiede in Intelligenztests auch Unterschiede der kognitiven Leistungsfähigkeit im täglichen Leben abbildenWikipediaDa Intelligenz und ihre Bereiche unterschiedlich definiert werden können gibt es sehr verschiedenartige Intelligenztests.http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenztest
ISO-Norm 10667Die 2011 vorgestellte ISO-Norm des ISO-Instituts Genf formuliert international gültige und anerkannte Richtlinien für die Personal- und Eignungsbeurteilung in Unternehmen und Organisationen. Sie stellt eine Weiterentwicklung der deutschen DIN 33430 dar.ISO-Institut GenfOriginal-Beschreibung: "Assessment Service Delivery: Procedures and methods to assess people in work and organizational settings"http://www.report-psychologie.de/heft/archiv/?tx_rparchive_pi1[article]=507&tx_rparchive_pi1[action]=show&tx_rparchive_pi1[controller]=Article&cHash=50f8db03a37f95c2e35a906dcbed2c10
ItemItem oder Testitem werden die einzelnen Aufgaben oder Fragen eines psychologischen Tests genannt. Die Items sind einem bestimmten zu messenden Merkmal zugeordnet und liefern einen Wert (Punktwert) der über alle Items zu einem Rohwert für das Merkmal verrechnet wirdWikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Item_%28Test%29
LeistungstestsLeistungstests sind psychologische Testverfahren zur Erfassung von Leistungsmerkmalen (auch Fähigkeiten oder Fertigkeiten) einer Person. Der gemeinsame Nenner dieser Tests ist dass Problemstellungen vorgegeben werden die zu lösen sind. Gemessen werden Parameter welche die Lösungsmenge und Lösungsgüte bewerten (Menge richtiger Lösungen Qualität der Lösungen Lösungszeiten Fehler usw.). Im Unterschied zu Persönlichkeitstests gibt es bei Leistungstests ein besser oder schlechter bezüglich der erreichten Leistung.WikipediaEin Einsatz von Leistungstests erfolgt z. B. in der Neouropsychologie zur Störungsidentifikation im Rahmen der Rehabilitation bei Bildungs- oder Berufswahlentscheidungen und in Auswahlverfahren. Je nach Aufgabenstellung unterscheidet man Schnelligkeitstests und Niveautests.http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungstest_%28Psychologie%29
NormierungMit Normierung bezeichnet man das Ermöglichen eines Vergleiches von Ergebnissen psychodiagnostischer Instrumente mit denjenigen einer Referenzpopulation (einer spezifizierten Personen-Vergleichsgruppe z.B. Ergebnis eines Intelligenztests mit der Normalbevölkerung oder Abiturienten). Normierung genannt.WikipediaRohwerte als Ergebnis von Instrumenten werden üblicherweise in einen Normwert transformiert und erlauben erst dadurch eine Bewertung des Ergebnisses (als Vergleich des Ergebnisses mit der dieser Norm zugrundeliegenden Normierungsstichprobe z.B. durchschnittlich erhöht deutlich besser usw.). Die Ermittlung dieser Norm anhand der Normierungsstichprobe wird in der Testkonstruktionhttp://de.wikipedia.org/wiki/Normierung_%28Psychologische_Diagnostik%29
NormwertskalenFür die Eichung und Normierung von psychologischen Tests wurden verschiedene Normskalen entwickelt. Dabei werden die Daten in einer Art und Weise umgerechnet so dass Mittelwert und Streuung auf einen bestimmten bekannten Wert definiert sind. Die IQ-Norm hat beispielsweise einen Mittelwert von 100 und eine Streuung von 15. Eine Normwertskala ist eine Intervallskala.WikipediaFür die üblichen Normen verweisen wir auf den nachstehenden Link:http://de.wikipedia.org/wiki/Normwertskala
ObjektivitätUnter der Objektivität eines wissenschaftlichen Tests versteht man die Unabhängigkeit der Testergebnisse von den Rahmenbedingungen. M.a.W. sollte ein Testverfahren unabhängig von den räumlichen Bedingungen bzw. Untersuchungsleitern zu denselben Ergebnissen führen.WikipediaDie Objektivität als eines der drei Hauptgütekriterien von Tests kann in drei Bereiche unterteilt werden: Durchführungsobjektivität Auswertungsobjektivität Interpretationsobjektivitäthttp://de.wikipedia.org/wiki/Objektivit%C3%A4t_%28Testtheorie%29
ÖNORM D 4000Bei der ÖNORM D 4000 handelt es sich um eine mit der DIN 33430 verwandte österreichische Norm. Sie umschreibt die Anforderungen an Prozesse und Methoden in der Personalauswahl und -entwicklungÖNORM Institut WienDie ÖNORM bezieht sich nicht nur auf Eignungsbeurteilungen sondern auch auf berufsbezogene Interventionen (Trainings Coachings Supervision) und Evaluationen zur Bewertung der Massnahmen und Interventionenhttp://www.as-search.at/"
PlanspielPlanspiel bezeichnet eine Methode zur Simulation eines Ausschnitts einer wahrgenommenen Realität.WikipediaPlanspiele werden häufig zu Lehr- und Lernzwecken eingesetzt bei denen die Spieler auf den Umgang mit komplexen realen (soziotechnischen) Systemen vorbereitet werden. Beispiele sind der Flugsimulator in der Pilotenausbildung das Unternehmensplanspiel in der Managementausbildung oder das Führungsplanspiel in der Führungskräfteentwicklung zum Training von Führungskompetenzen.http://de.wikipedia.org/wiki/Planspiel
PostkorbübungEin bei Assessment-Centern verwendetes Testverfahren um die Arbeitsfähigkeit und Effektivität eines Bewerbers unter zeitlichem Stress zu untersuchen.WikipediaIn der ursprünglichen Paper-Pencil-Methode erhält der Bewerber einen gefüllten Postkorb der "typische" fiktive Schriftstücke aus dem Akteneingang des betreffenden Unternehmens enthält. Bei computerbasierten Varianten wird eine hohe Standardisierung der Durchführung und Auswertung erzielt. Die Postkorbübung erfasst meist das Organisationsgeschick das Analysevermögen das Arbeiten unter Zeitdruck die Fähigkeit Prioritäten zu setzen die Handlungsorientierung (Arbeitsorganisation) und das unternehmerische Denken nicht jedoch Arbeitseigenschaften wie Sachkenntnis Kreativität soziale und kognitive Kompetenz.http://de.wikipedia.org/wiki/Postkorb-Fallstudie
Projektive TestsProjektive Tests (auch: Deutungstests) sind eine Gruppe psychologischer Untersuchungsmethoden die meist anhand von auslegungsfähigem Bildmaterial (z. B. standardisierten Tintenklecksen beim Rorschachtest mit der Frage: Was könnte das sein?) Projektionen des Probanden abrufen die dann Rückschlüsse über seine Persönlichkeit erlauben.WikipediaDahinter steht der Gedanke dass diese Projektionen von Einstellungen Motiven und innersten Wünschen des Probanden beeinflusst sind und daher eine diagnostische Aussage zulassen. Diese Form der Interpretation nennt man Deutung.http://de.wikipedia.org/wiki/Projektiver_Test
PsychometrieDie Psychometrie ist das Gebiet der Psychologie das sich allgemein mit Theorie und Methode des psychologischen Messens befasstWikipediaWeitere Informationen zum Thema über den nachstehenden Linkhttp://de.wikipedia.org/wiki/Psychometrie
ReliabilitätDie Reliabilität (dt.: Zuverlässigkeit) ist ein Maß für die formale Genauigkeit bzw. Verlässlichkeit wissenschaftlicher Messungen. Sie ist derjenige Anteil an der Varianz der durch tatsächliche Unterschiede und nicht durch Messfehler oder die Fluktuation des gemessenen Merkmals erklärt werden kann. Hochreliable wissenschaftliche Ergebnisse sind nahezu frei von Zufallsfehlern d.h. bei Wiederholung eines Experimentes unter gleichen Rahmenbedingungen würde das gleiche Messergebnis erzielt. Reliabilität ist also eine Voraussetzung für die Replizierbarkeit von Ergebnissen unter gleichen Bedingungen. In der psychologischen Diagnostik wird sie zu den Hauptgütekriterien von psychologischen Tests gerechnet. Sie gibt an wie genau ein Persönlichkeits- oder Verhaltensmerkmal gemessen wird.WikipediaDie Reliabilität stellt neben der Validität und der Objektivität eines der drei wichtigsten Gütekriterien für empirische Untersuchungen dar. Gute Reliabilität ist eine Voraussetzung für Validität wobei zu hohe Reliabilität zu Lasten der Validität geht (Reliabilitäts-Validitäts-Dilemma).http://de.wikipedia.org/wiki/Reliabilit%C3%A4t"
RohwertBezeichnung für das Ergebnis eines psychologischen Tests als zusammenfassenden Messwert für ein Merkmal aufgrund der zugehörigen Testitems (z.B. Punktwerte als Summe richtiger Antworten oder von Antworten einer bestimmten Tendenz)Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Rohwert
TestbatterieAls Testbatterie bezeichnet man in der Psychologischen Diagnostik eine Zusammenstellung von psychologischen Tests die für die Beantwortung einer Fragestellung gemeinsam durchgeführt werden und alle notwendigen Merkmale für eine diagnostische Entscheidung in einer Testsitzung messen.WikipediaAnders als bei Subtests ein und desselben Testverfahrens sind die Tests einer Testbatterie nicht zwingend zusammengehörig und können unabhängig voneinander benutzt werdenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Testbatterie
TestfairnessTestfairness ist ein Begriff aus der Psychologischen Diagnostik und Testtheorie. Das Testkuratorium (der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen) definiert den Begriff Unfairness mit dem Ausmaß einer systematischen Diskriminierung bestimmter Testpersonen aufgrund ihrer ethnischen soziokulturellen oder geschlechtsspezifischen GruppenzugehörigkeitWikipediaTestfairness stellt ein Gütekriterium von Tests darhttp://de.wikipedia.org/wiki/Testfairness
ValiditätMit Validität (lat. validus kräftig wirksam; engl. validity Gültigkeit) wird in erster Linie das argumentative Gewicht einer (vornehmlich wissenschaftlichen) Aussage Untersuchung oder Theorie bezeichnet insb. im Hinblick auf die Gültigkeit bzw. Belastbarkeit von Annahmen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge: Inwieweit misst das Testinstrument das was es messen soll? bzw. Inwieweit trifft es zu dass X Y beeinflusst?WikipediaIn ihren Technical recommendations for psychological tests and diagnostic techniques (1954) schlug die American Psychological Association vier Arten der Validität vor diese sind Inhaltsvalidität Konstruktvalidität und prognostische und diagnostische Kriteriumsvalidität von denen historisch und praktisch gesehen [] die kriteriumsbezogene Validität der bedeutsamste Aspekt[1] ist.http://de.wikipedia.org/wiki/Validit%C3%A4t